Eine Schnippeljagd

Der Indianer jagt seine Pizza im Wald

Mit Ehawee und Hehewuti hatten wir in diesem Jahr wieder einmal zwei "Praktianten" in unserem Stamm. Dies allerdings nur aufgrund des Anlasses. Wie bereits bei Tatze, Winjan und Jormas auf der Freizeit 2003 brauchten die beiden ein Praktikum für ihre Ausbildung und wollten dieses bei den OxMox-Indianern verbringen. Und da die Erzieherschule der beiden in ihrem Bereicht auch noch die Planung und die Durchführung einer Aktion haben wollte, zog die Schnippeljagd auf dem Weg zum Pizzabacken am Bruderhof ein.

geschnittener Paprika am Ende der Schnippeljagd - Foto: NAJU BW / T. Reischmann

Bis am Ende unserer Schnippeljagd der Paprika gut geschnitten auf die jeweiligen "Jäger" wartete, war es ein ganzes Stück Planung und Arbeit für Teamer und Kinder - Foto: NAJU BW / T. Reischmann

Aber soweit waren wir zum Zeitpunkt des ersten Planungstreffen noch nicht gekommen. Unter den Teamern war vereinbart, das sich die Beiden eine Rallye planen sollten. Zum zweiten Planungstreffen gab es dann bereits das Konzept der Schnippeljagd und so konnte im Kuhstall als Zeitpunkt der Durchführung nur der Nachmittag vor dem traditionellen Pizzaausflug an den Bauernhof festgelegt werden.

Für den Transport der auf der Wanderung zum Bauernhof dann gewonnenen Lebensmittel, wurden dann schließlich noch Zip-Beutel bei der NAJU bestellt. Einiges gab es allerdings auch noch in anderer Verpackung. Am Ende war dann alles soweit gerichtet und die Schnippeljagd hätte im Prinzip beginnen können. Es gab allerdings vorher noch andere Planungen durchzuführen. Dies auch vor dem Hintergrund, das einiges an Teamern für die unterschiedlichen Stationen gebunden waren.

Als dann auch schließlich geklärt war, wie und vor allem auch über welche Stationen die einzelnen Dienstgruppen genau vom Lagerplatz zum Bruderhof gelangen sollten, traf sich die große Stammesversammlung zur Einweisung und Erklärung. Die auch vor dem Hintergrund, das die Kinder einige Dinge mit zum Bruderhof mitnehmen sollten. Wir wollten dort an diesem Tag nicht nur  unser Abendessen bei Familie Binninger backen.

Ehawee und Hehewuti hatten zusammen mit Winjan und Calfuray in der Küche versucht die gesammelte Kalkulation der NAJU auf die einzelnen Dienstgruppen zu verteilen. Mit diesen Mengenangaben waren die ersten Stationen zu dem Zeitpunkt des Treffens auf dem Lagerplatz aufgebrochen. Kernelement der Schnippeljagd war es, die Kinder auf dem Weg zum Hof in ihrer Dienstgruppe den jeweiligen Belag für die Pizza sammeln oder in dem ein oder anderen Spiel "erjagen" zu lassen.

Bei Calfuray sollte es schließlich auch losgehen. Bei ihr galt es zuerst mit Adleraugen die für den weiteren Verlauf der Schnippeljagd teilweise benötigten Arbeitsgeräte in der Umgebung zu suchen. Gleichzeitig waren bei ihr auch die Pilze zu ergattern. Dies war für die Kinder an dieser Stelle der einfachere Teil der Suche, da wir von der NAJU die Pilze im Glas bekommen hatten.

Schnippeljagdaktion Zwiebeln schneiden - Foto: NAJU BW / T. Reischmann Eine der vielfältigen Aufgaben bei der Schnippeljagd war das Schneiden von Zwiebeln für die Pizza - Foto: NAJU BW / T. Reischmann

Die zweite Station klang in der Theorie einfach. Zwiebeln schneiden. Allerdings gab es dabei ein kleines Problem. Es musste jeder aus der Dienstgruppe eine bestimmte Menge von Zwiebeln schneiden und keiner durfte dabei wie ein vorheriger Schneider sitzen oder stehen. Hilfestellungen in Form von Stützen oder auch das Halten des Schneidebrettes waren dabei selbstverständlich zugelassen.

Es folgte das Tomatenquiz. Hier galt es die Tomaten für die Soße mit Hilfe von richtig beantworteten Fragen zu beantworten. Jede richtig beantwortete Frage ergab am Ende eine Tomate.

Paprikaführung am Seil bei der Schnippeljagd - Foto: NAJU BW / L. Libau Die Paprika musste erfolgreich an einem Seil entlang geführt werden um diese schließlich am Ende der Schnippeljagd auf die Pizza legen zu können - Foto: NAJU BW / L. Libau

Die Paprika musste man sich gemeinsam erkämpfen.
Zwei Mitglieder der Dienstgruppe mussten den mit der Paprika gefüllten Beutel an einem Seil entlang führen. Führen auch deshalb, weil immer zwei Hände auf jeden Fall den Paprikabeutel und das Seil gleichzeitig festhalten mussten. Gerade bei den Stellen bei denen das Seil zwischen mehreren Bäumen auf einmal durchführte, war diese Aufgabe nicht gerade einfach und nur mit viel Absprachen und gemeinsamer Arbeit zu lösen.

Die letzte Zutat, ein Glas Mais musste sich wieder durch eine Suchaufgabe erarbeitet werden. Die erste Gruppe musste den vom Teamer in einem bestimmten Radius um den Weg versteckten Spaten suchen. War der Spaten schließlich gefunden, durfte er noch für die nächste Gruppe wieder im Wald versteckt werden. Die letzte Dienstgruppe brauchte den Spaten nicht mehr zu verstecken - es würde ja keiner mehr zum Suchen kommen. Jetzt hatten die Gruppen die für ihre Pizza benötigten Zutaten zusammen und kamen schließlich auch erfolgreich am Bruderhof an.

Das die Kinder nicht alle zusammen am Bauernhof ankommen sollten, war bereits bei der Planung der Schnippeljagd Teil des Konzeptes gewesen. Daher war es auch wichtig, das jede Gruppe auch seinen Teil des Belages mit zum Bauernhof bringen würde. Dies auch vor dem Hintergrund, das das Pizzabacken sehr zeitintensiv in der Durchführung ist und wir diese traditionell immer in einer vorher gelosten Dienstgruppenreihenfolge herstellten.

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Übersicht Indianerlager Äckerhof - Foto: NAJU BW / L. Praetorius

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