Redaktion Rauchwolke – Teamer arbeitslos

Kinder kapern die Lagerzeitung

Wir waren in diesem Jahr jede Menge Teamer. Mehr als wir für die Dienstgruppen brauchen sollten. Tatze, der in den letzten Jahren immer wieder mal Probleme mit dem Mittagspausenprogramm und den Lagerdiensten hatte, wollte es einmal ohne Dienstgruppe probieren. Hätte er bei der Planung schon gewusst, was ihn auf der Freizeit erwarten würde – er hätte mit Sicherheit nicht auf eine Dienstgruppe verzichtet.

Rauchwolkentext - Foto: NAJU BW / J. Böhm

Immer noch unermütlich ... Redaktion Rauchwolke - Foto: NAJU BW / J. Böhm

Bei der 2012er Rauchwolke begann alles so wie immer. In der Mittagspause am Sonntag (2. Tag) machte Tatze den Auftakt und einige Kinder beteiligten sich am Tagesbericht. Es gab sogar schon den ein oder anderen Interessenten, der vom Anreisetag einen eigenen Bericht schreiben wollte. Schnell waren alle Kugelschreiber vergriffen. Das lag aber auch am Lagerpostamt, das gleichzeitig mit eröffnet hatte. Viele Kinder schrieben auch hier.

Im Verlauf des Sonntags entwickelte sich jedoch etwas das wir so noch nie hatten. Am Montag war dies auch auf dem Platz zu merken.

Wir hatten nach einigen Jahren wieder einmal eine kleine Zentralredaktion auf dem Platz. Rote Wolke beim Sonnenuntergang und Tochter des Mondes hatten richtig Spaß am Schreiben der Zeitung gefunden. Doch im Gegensatz zu den bisherigen Zentralredaktionen, war nicht Tatze der "Chefredakteur". Die Zentralredaktion übernahm diesen Job gleich mit. Sie motivierten die anderen Kinder sich an der Rauchwolke mit zu beteiligen, richteten im kleineren Mädchenzelt eine richtige Redaktion ein und schrieben den ganzen Tagesbericht auch gleich mal noch selbst so nebenher.

Tatze, als einfacher Herausgeber, blieb nichts anderes zu tun als gelegentlich regelmäßig die von den beiden bei ihm ankommenden Blätter entgegenzunehmen und in seiner Klemmmappe abzulegen. Ab und an traf man sich noch zu einer Redaktionssitzung – meist beim Essen – und sprach über den aktuellen Stand. Die Mädchen wollten meistens nur wissen zu welchen Großaktionen sich wegen den Bildern noch ein weiterer Einzelbericht ganz gut machen würde. Der traf dann auch in der Regel spätestens am nächsten Tag bei Tatze ein.

Und wenn beide mal nicht ausgelastet waren und einen Schreibanfall hatten? Dann schrieb Tochter des Mondes einfach mal eine "kleine" Geschichte selbst. Und weil die am Ende der Freizeit nicht fertig war dann auch gleich noch zu Hause weiter. Tatze rief extra direkt nach der Freizeit noch bei Tochter des Mondes zu Hause an um ihr zu sagen, dass sie sich noch einige Tage Zeit lassen könnte. Er hätte noch keinen Überblick über die Fotos und lässt das einfach noch frei. Die Mutter von Tochter des Mondes meinte zu Tatze nur, dass sie sich darüber sicherlich freuen würde. Sie säße seit der Rückkehr vom Lager schon am Rechner und schreibe weiter.

Und während Tatze bei sich begann die mit der Hand geschriebenen Blätter in den PC abzutippen – und sich über den textlichen Umfang und einige Geschichten absolut zu wundern – schickten sich beide noch E-Mails zu. Rote Wolke beim Sonnenuntergang interviewte als Reporterin nämlich noch Tochter des Mondes als Teil der Band mit vielen Fragen zu Pink DEO.

Erst danach war die Lagerzeitung 2012 wirklich fertig. Gerade noch rechtzeitig zum Drucktermin. Tatze machte drei Kreuze und war absolut erleichtert die Rauchwolke nicht mehr am Platz abtippen und drucken zu müssen. Viel geschlafen hätte er in diesem Jahr bei der Schreibwut nämlich wahrscheinlich nicht.

Und auf der Freizeit? Da suchte er manchmal händeringend nach Arbeit, da er die Zeit die er normalerweise für die Lagerzeitung aufwendet plötzlich frei hatte. Und da er durch seine fehlende Dienstgruppe noch mehr frei hatte …

Was er nach dem Versand der Lagerzeitung jedoch noch nicht wusste – die Zentralredaktion beschloss 2013 die Freizeit noch einmal mitzufahren.

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