Wo bitte geht es nach Backnang

Ohne Ortskenntnis auf dem Weg nach Kleinhöchsberg

Das Freizeitennachtreffen in Kleinhöchsberg stand an. Die vier im Norden wohnenden Teamer fuhren gemeinsam. Am Ende der Fahrt zitterten alle dann doch ein wenig mehr als vorher. Denn wo ist nur der Weg in Richtung Backnang?

Es war im Oktober, als sich die Teamernordfraktion um Malila, Tatze, Jormas und Shania entschloss gemeinsam zum Freizeitenteamernachtreffen der NAJU nach Kleinhöchsberg zu fahren. Malila war die Fahrerin die anderen wollten bei ihr im Auto mitfahren.

Den Startschuss der Fahrt machte Tatze. Der hatte von den vier Teamern an diesem Freitag als erstes Feierabend und fuhr mit dem Zug von Frankfurt nach Bad Kreuznach. Dort hatte er sich mit Malila verabredet. Diese hatte selbst bei ihrer Arbeit etwas später als geplant Feierabend machen können und meldete sich bei ihm. "Ich bin etwas später". Das passte mit der Bahnverspätung von Tatze auch ganz gut. Aber Malila hatte mehr, so dass Tatze am Ende doch noch etwas Zeit am Bahnhof in Bad Kreuznach warten musste.

Endlich angekommen, sammelte Malila Tatze ein und die Fahrt in den Süden begann. Nächste Station war Mannheim. Dort wollten der aus Darmstadt kommende Jormas und die in Mannheim wohnende Shania zusteigen. Mit ein wenig quetschen und improvisieren klappte das dann glücklicherweise auch noch. Malilas Auto ist nicht das größte. Und mit vier Personen un Gepäck doch schon etwas überlastet.

Jetzt ging es in Richtung Stuttgart. Auf der A6 war wie üblich Chaos und Stau. Daher entschied man sich es über den Südweg über Karlsruhe und die A8 zu probieren. Kurz vor Bruchsal kam dann die Mitteilung - auch auf der A8 klemmt es. Im Auto kam die Spontanidee auf: Fahren wir halt über Land.

Ahnung wie wir fahren mussten hatte keiner so richtig, aber hey: Tatzes Handy hatte eine Navigationsapp. Die könnte den Weg ansagen. Also Ziel Programiert und da Handy als Pilot engagiert ging es jetzt bei Bruchsal von der Autobahn runter und eine Fahrt durch den Kraichgau begann.

Keiner der Beteiligten hatte am Ende eine Ahnung wie wir überhaupt genau gefahren sind. Wir kamen durch Orte, die keinem etwas sagten. Wir fuhren über Straßen, die keinem etwas sagten. Wir fuhren viel Überlandstraßen, die keinem etwas sagten. Und vor allem: Es wurde dunkler und dunkler bis wir am Ende uns sowieso nicht mehr orientieren konnten.

Da Handy meldete sich mal wieder zu Wort. Wir mussten irgendwo abbiegen. Die Gegend war mit ihrer großen Alleeform gerade nicht viel vertrauenserweckend. Als plötzlich am Wegesrand ein Haus auftauchte. So auf dem ersten und zweiten Blick hatte es viele Merkmale von Spukhäusern. Einsames Haus mitten in der Gegend völlig unbeleuchtet und verlassen wirkend. Kein Auto, kein Licht, nichts was irgendwie auf bewohnt und lebend hinweisen würde. Mit einem kleinen Schaudern im Bauch fuhren wir am Ende da vorbei und tauschten uns nach der Vorbeifahrt aus. So wussten wir dann auch, dass es den anderen Mitfahrern in Malilas Auto genauso ging.

Über viele weitere Orte, die keiner kannte, ging es schließlich weiter in Richtung Backnang und Kleinhöchsberg. Auskennen tat sich immer noch keiner und alles betete inzwischen, dass so schnell wie möglich ein Verkehrsschild, das einen Weg nach Backnang aufzeigt, auftauchen würde. Tatze hatte inzwischen nämlich festgestellt, dass sein Akku mit der Navigation und dem GPS-Modul jetzt nicht gerade Stromsparend war. Der Akku war schon ziemlich leer geworden.

Irgendwann in der Nähe von Großbottwar war es dann soweit. Das Handy ging aus und somit war auch die Navigation weg. Glücklicherweise war kurz vor dem letzten Lebenszeichen des Gerätes auf der Straße ein Verkehrsschild aufgetaucht. Schwarz auf Gelb stand dort "Backnang" zu lesen. Es war geschafft. Wir hatten die Richtung. Und als dann noch "Sulzbach an der Murr" direkt ausgeschildert war, hatte die Fahrgemeinschaft es zu ihrer Erleichterung geschafft. Jetzt kannte man sich wieder aus und sollte auch glücklich und entspannter wieder ans Ziel kommen.

Einmal noch durch Strümpfelbach gefahren, davon erzählt Malila heute noch, und schon ging es in Sulzbach auf die kleine Straße den Berg hinauf nach Kleinhöchsberg. - Nachtreffen: Wir sind endlich da.

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