Da fließt ein Fluss durch den Wald

Indianerlager sendet S.O.S.

Es hatte mal wieder einen Regenschauer gegeben. Das kannten wir schon und fanden es auch gar nicht so ungewöhnlich. Im Versammlungszelt begannen die Workshops. Es war halt ein wenig nass. Wapiti ging vom Küchenzelt aus in den Wald und kam kurz darauf wieder. Er hatte da etwas gefunden. Einen Wildbach - nur da war noch nie einer. Nach kurzem Sightseeing war klar: S.O.S!

Wildbach im Wald - Foto: NAJU BW / M. Bormuth

Wildbach im Wald - Wapiti geht in den Wald um das Rauschen zu ergründen und findet dort diesen Wildbach. Das Problem: Er will mitten durch unser Lager. - Foto: NAJU BW / M. Bormuth

Normalerweise ist die Waldfläche dort einer unserer Ausweichplätze für Workshops gewesen. Auch bei der Lagergrenzenralley bot es sich öfter an dort eine Station durchzuführen. Und jetzt kam das Wasser mit großer Kraft auf unser Lager zu. Und es war klar wo es hinwollte - mitten über unsere Wiese. Und jetzt war auch klar, warum es im Versammlungszelt so nass war. Das waren schon die Vorboten.

Mit der Heugabel (eigentlich für die Schwitzhütte gedacht), dem Spaten und der Schaufel ging es sogleich ans Werk. Ohne Wassergräben wird dies zum Fiasko. In der Küche rief man am Bauernhof um Hilfe und so begann der Kampf gegen die Wassermassen aus dem Wald

überschwemmte Lagerwiese - Foto: NAJU BW Auf dem Lagerplatz sah es auch nicht viel besser aus. - Foto: NAJU BW

Der Weg des Wassers war relativ klar: Neben dem Materialzelt auf die Wiese. Von dort aus dann quer über den Platz zum Versammlungszelt. Durch das leichte Gefälle der Wiese bis zum Abhang hinter dem Versammlungszelt, konnte das Wasser auch gut fließen. Gräben ziehen war angesagt.

Während fleißige Indianer beim Versammlungszelt den vorhandenen Graben begannen zu verstärken und zu verlängern, ging es beim Materialzelt schon um alles. Hier war Landunter angesagt.
Eifrig versuchten Wapiti und Helfer die Materialien höher zu legen, damit das Wasser keinen größeren Schaden mehr anrichten konnte. Jormas und Tatze kümmerten sich um einen Kanal, um das Wasser vom Zelt weg erst einmal auf die Wiese zu führen.

Flussbauarbeiten - Foto: NAJU BW / T. Reischmann Und auch am Lagerplatz ... gemeinschaftlicher Damm- und Deichbau. - Foto: NAJU BW / T. Reischmann

Vom Kanal am Versammlungszelt sowie vom Abhang daneben ausgehend begannen wir nun das Wasser aus dem Wald möglichst geordnet über unsere Wiese zu führen. Beim Kanalbau waren wir Erwachsenen dann auch nicht alleine. Immer mehr Kinder halfen eifrig mit vereinten Käften mit. Ob mit der Hand oder mit Werkzeug. Jeder packte dort an wo er konnte.
Am Ende des Nachmittags hatten wir den Wildbach großflächig umgeleitet, aber auch auf unseren Lagerplatz mit einem gut verzweigten Kanalsystem wieder im Griff.

Den in der darauffolgenden Zeit verstärkt auftretenden Matsch konnte keiner groß verhindern. Wir waren aber die nächsten Tage dann sowieso selten "zu Hause".
Der Schwimmbadbesuch am nächsten Tag wirkte für uns alle wie eine große Belohnung nach dem Abenteuernachmittag. - Er war aber angesichts der Wetterprognose schon vor dem Wassereinbruch von den Erwachsenen beschlossen worden.

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