Es regnet - IN unserem Zug

Wenn der Zug bei Sonnenschein plötzlich leckt

Geschichten mit der Deutschen Bahn haben eine große Tradition auf unserer Freizeit. Doch ein solches Erlkebnis wie im Zug von Döggingen nach Rottweil 2014 hatten wir auch noch nicht. Es "regnete" IN unserem Zug. - Wo auch immer das Wasser herkam ... denn draußen schien die Sonne.

Bereits beim Einsteigen in Döggingen fiel uns beim Verstauen des Gepäcks auf, dass es im Zug leicht nass war. Warum und weshalb, das wusste allerdings keiner. Alle Kinder hatten es sich auf den Plätzen gemütlich gemacht und der Zug rollte los. Richtung Rottweil.

Kurz nach der Abfahrt aus Döggingen in der ersten Kurve plätscherte etwas. Noch konnten wir es nicht zuordnen. Bei der nächsten Kurve auch. Schließlich erkannten wir das Drama. Aus irgendwelchen Gründen kam Wasser von der Decke in der Mitte des Zuges. Direkt zu einem Teil unseres Gepäcks. Als ob wir nicht schon genug Wassserschaden hatten.

Also schnell das betroffene Gepäck gepackt und zu dem anderen in den trockenen Teil des Zuges verstaut. Jetzt konnte die Reise zumindest etwas beruhigter fortesetzt werden.

Aufgrund der Nässe des Bodens in Verbindung mit einem nicht ganz sicheren Schaltschrank, sperrte Tatze die Toilette. Geduldig warteten die Kinder nach der Erklärung auf den nächsten Zug. In Rottweil würde - auch aufgrund der Umsteigezeit - auf jeden Fall ein Klo auf uns warten. Und bis dorthin war der Weg nicht weit.

Dank jahrelanger Mitarbeit bei der Bahnhofsmission, hatte Tatze ein wenig Einblick in die Strukturen der Bahn. Er nahm sich also ein Papiertuch aus der nassen Toilette und hängte es in die geschlossene Tür. So konnte der Lokführer bei der Wende in Rottweil das Problem sehen und entsprechende Maßnahmen einleiten.

Auch danach blieb Tatze noch im Grenzbereich der Nässe und spielte an den Zwischenhalten den Einweiser für zusteigende Fahrgäste. Es war inzwischen recht nass und in jeder weiteren Kurve plätscherte es munter weiter von der Decke herunter.

Entgegen aller Planungen wurde in Rottweil dann etwas umdisponiert. Die Kinder hinten raus und dann am Zug entlang das Gepäck abnehmen. Tatze verblieb im Zug und gab das trockene Gepäck aus dem anderen Wagenteil heraus.
In Rottweil notierte er sich dann noch die Wagennummer des Zuges der Baureihe 611. Mit dieser Angabe konnte er nach der Freizeit die entsprechende Stelle bei der Bahn telefonisch kontaktieren und seine Beschwerde über den Fahrzeugzustand mitteilen.

Abenteuergeschichten im deutschen Bahnverkehr