(k)ein Abschied für immer?

Wir gehen mit schwerem Herzen

Seit der Verlagerung unserer Rückreisestrecke verabschieden wir uns auch direkt mit den Kindern am Bauernhof. 2014 war diese Situation für alle Beteiligten etwas beklemmend. Wir Teamer wussten, dass wir im nächsten Jahr wohl ersteinmal nicht wieder zurück kommen werden - so schön die Gegend auch ist. Nur eines wissen wir: wir haben uns in die Umgebung des Bruderhofes mehr als nur verliebt.

Verabschiedung vom Bruderhof - Foto: NAJU BW / M. Bormuth

Der Abschied vom Bruderhof 2014 war etwas besonderes. Wussten wir Teamer immerhin schon, dass wir im nächsten Jahr womöglich nicht mehr wiederkommen werden. - Foto: NAJU BW / M. Bormuth

Für einen Teamer ist es schon etwas besonderes viele Jahre  am gleichen Lagerplatz zu bleiben. Zum, einen weil man die Gegend dann richtig erkunden und mit vielfältigen Erfahrungen über die Jahre weiter bereichern und vor allem ausspielen kann. So auch für Jormas, Winhan und Tatze. Alle drei begannen 2003 zusammen ihre OxMox-Laufbahn. Wapiti stieß ein Jahr später - zunächst als Teilnehmer - hinzu. Das gleiche galt für Chosovi (erste Freizeit als Kind 2005). Auch Poloma und Calfuray (ab 2009), Malila (ab 2011) Hehewuti (ab 2012) und Donoma (ab 2013) kannten und liebten den Bruderhof und unsere Lagerwiese bereits auch aus anderen Zeiten und ohne Matsch. Der Bruderhof und vor allem auch die Umgebung mit Gauchach- und Wutschschlucht und den Wutachtal insgesamt ... gehörten einfach dazu.

Das Boot im Teamerzelt 2010 - Foto: NAJU BW / T. Reischmann Bereits 2010 hatten wir bei der Rückkehr von Wapiti und Chosovi als Teamer mit den Zelten und dem Platz zu kämpfen. Einzig mit einem Innenzelt war das Timertipi noch zu nutzen. Die anderen Bewohner zogen in den Begleitbus, in den Pferdeanhänger oder in andere Ausweichmöglichkeiten um. - Foto: NAJU BW / T. Reischmann

Angesichts der großen Rahmenbedingungen - Zelte absolut unbrauchbar und Platz völlig vermatscht sowie die allgemeine Entwicklung beider Elemente in den letzten Jahren - war auf der Freizeit direkt für uns Erwachsene schon klar ... Es wird wahrscheinlich erst einmal das letzte Jahr auf dieser Wiese sein. Und wir überlegten mit unseren Kenntnissen der Umgebung, welche Wiese in der Umgebung und welcher Platz evtl. für 2015 eine Option sein könnten. Aber alle Überlegungen hingen immer wieder an einer Frage ... Wo bekommen wir "gescheite" Zelte her. Und die Zeltfrage begleitete uns jetzt ja schon bereits einige Jahre.

Und so spielten wir 2014 all unsere Erfahrungen noch einmal kräftig aus. Schwimmbad Hüfingen, große Abstecher in die nahe und weite Umgebung und alle weiteren Feinheiten die wir in den letzten Jahren schätzen und lieben gelernt haben. Auf Teamerseite jedoch alles schon mit ein bisschen Abschiedsschmerz. Zum ersten Mal seit längerer Zeit konnten wir unsere Großen verstehen, da zum einen vieles Vertraute sich bereits verabschiedet hatte (Badestelle) aber auch sich noch verabschieden wird (Rückkehr im nächsten Jahr mehr als fraglich). Und gerade die letzten drei Jahre hatten wir davon ja auch recht viele die nach vielen Jahren Freizeit mit 12 Jahren sich jetzt erst einmal verabschiedeten.

Die Geschäftsstelle in Stuttgart war über unseren Einsatz und die Situation mehr als im Bilde - sollten wir am Tag des Wasserschadens schon ein Ausweichzelt bekommen, das wir dann nicht aufgestellt haben. Und so liefen auch dort bereits während wir mit den Auswirkungen des Wassers improvisierten die ersten Planungen und Anrufe für eine optimalere Freizeit 2015. - Wo auch immer diese dann am Ende stattfinden sollte.

Hilfe vom Bauern - Foto: NAJU BW / V, Kreppner Die Hilfe der Familien Binninger war überragend. Mit Traktor und allem an Hilfsmitteln was sie aufbieten konnten, halfen sie uns den Wasserschaden zumindest etwas zu begrenzen. Auch unser Übernachtungsquartier war nicht selbstverständlich. - Foto: NAJU BW / V. Kreppner

Für uns folgte dann eine ereignisreiche Woche mit vielen großen und kleinen Geschichten die alles in allem dank des großen Einsatzes aller Beteiligten überhaupt erst möglich wurde.

Alles in allem muss man aber auch sagen, dass ohne den Einsatz unserer Bauernfamilie vieles nicht oder nur eingeschränkt möglich gewesen wäre und die Freizeit sicherlich nicht bis zum Ende hätte stattfinden können. Das fing ja bereits bei unserem Notschlafquartier an und hörte beim unermütlichen Einsatz mit Traktor uind allem was sie aufbieten konnten bei der Wasserschlacht auf.

Und so war es am Ende der Freizeit immer mehr beklemmender für uns, da wir immer mehr auch selbst für uns merkten - es ist erstmal unser letztes Freizeitenjahr am Bruderhof. Alles andere wäre ein Wunder gewesen.

Danke für alles!

Es war eine unglaubliche und nicht zu vergessende Zeit.

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