Nebenwirkungen unseres Ausweichquartieres

Ein Überfallkommando in Feierlaune

Aufgrund der allgemeinen Platzsituation übernachteten wir 2014 überwiegend im Heuboden am Bauernhof. Das war ansich auch sehr bequem, wenn da nicht die kleinen Nebenprobleme gewesen wären. Über das ständige Geföne wurde ja bereits berichtet ... Da gab es aber auch noch das kleine - nicht gerade leise - Überfallkommando von ein paar Wiesen weiter.

Freitag auf Samstag Nacht ergab es sich, dass zwischen dem "Gute Nacht Föhn" und dem "Gute Morgen Föhn" uns noch eine andere Nebenwirkungen unseres Heubodenquartieres aufsuchen wollte. Ein Lager einige Wiesen weiter war von ehemaligen Teamern und Teilnehmern überfallen worden. Da der Weg nach Hause doch recht weit war, baten sie beim Bruderhof um Nachtasyl. Netterweise bekamen sie dieses auch. Doch deren Gestaltung des Nachtasyls war nicht so ganz mit unserem Schlafbedürfnis kompatibel. Wir brauchten Machtworte. Und leider reichte eines nicht. Wir mussten mehrmals ran. Doch alles der Reihe nach.

Die 12jährigen Kinder schliefen an diesem Abend wieder am Lagerplatz im trockenen Versammlungszelt. Dort gingen sie auf Namenssuche. Dies führte zu etwas mehr Platz auf dem Heuboden. Während die übliche Schlafbesetzung der Teamer mit den Kindern in Richtung Heuboden aufbrach, kam Tatze an diesem Abend etwas später zurück zum Bauernhof. Er musste, da Jormas in diesem Jahr etwas früher fahren musste, die Namenssuche übernehmen und die Großen auf die Reise schicken.

Auf dem Weg zu seinem Schlafsack verquatschte er sich noch bei der Bauernfamilie und gemeinsam schaute man sich noch die Fotos von unserem Wassserschaden an. Es war schon recht früh am nächsten Tag als Tatze endlich den Weg in Richtung Heuboden fand. Wenige Zeit vorher war ein Überfallkommando eines anderen Lagers am Bruderhof angekommen und bat um ein Übernachtungsasyl, das sie auch bekamen.

Tatze ging in seinen Schlafsack - um ihn bereits kurz darauf wieder zu verlassen. Das Überfallkommando war in den Schuppen eingezogen und dachte dort eine Party zu feiern. Dies kollidierte jedoch mit unseren berechtigten Interessen schlafen zu wollen. Die Lautstärke war nämlich nicht gerade "schlaffördernd".

Es hielt - ein wenig - und es wurde im Schuppen etwas leiser. Ein Uhr war inzwischen vergangen und Tatze wollte / musste am nächsten Tag um sechs bereits wieder am Lager sein. Die Namenssucher empfangen. (Warum er diese Nacht nicht auch gleich am Lagerplatz schlief weiß er heute auch nicht mehr. Wahrscheinlich hat er einfach nur vergessen seinen Schlafsack mitzunehmen.)

Die Party im Schuppen ging weiter und wurde dabei immer lauter. Inzwischen war auch Wapiti wieder wach. Und im Gegensatz zu Tatze, der das ganze noch freundlch probierte, war der geweckte Hirsch nicht mehr ganz so freundlich. Die Ansage wirkte jetzt endlich und es kehrte Ruhe im Schuppen ein. Zwar feierte das Überfallkommando weiter - jetzt aber wenistens so, dass wir wirklich schlafen konnten.

Am nächsten Morgen machte Tatze sich recht früh fertig. Er wollte rechtzeitig am Lagerplatz sein. Kurz überlegte er noch beim Überfallkommando einen kleinen Überraschunscoup zu landen, wollte dies dann aber doch nicht ohne einem anderen Teamer bescheid eben zu können. So lief er gemütlich und langsam in Richtung Lagerplatz los. - Den "Guten Morgen-Föhn" schon im Blickfeld, da die ersten Mitglieder unserer Nachbarn ihm auf dem Weg zur Dusche entgegenkamen.

Geschichten mit der Nachbarschaft