Rutschbahn am Küchenzelt

Matschparty mal anders

Der Tag des Wasserschadens verwandelte unseren Lagerplatz in eine riesige Matschwüste. Überall wo man hinschaute nur Matsch und Matsch und nochmals Matsch. Nach dem Kampf gegen das Wasser stiegen viele Kinder auf Barfußlauf um. Die Schuhe waren völlig vermatscht. Am Küchenzelt begannen einige Kinder die Situation für sich selbst zu nutzen. Während die Jungs sich erstmal völlig kreativ am liebsten in den Matsch warfen, versuchten die Mädchen stehend den kleinen Hügel hinunter zu rutschen.

Kinder rutschen durch Matsch - Foto: NAJU BW / M. Bormuth

Manchmal ging auch etwas schief. - Foto: NAJU BW / M. Bormuth

Rund um das Küchen- / Gepäckzelt belohnten sich die Kinder nach der geschlagenen Matschschlacht selbstständig. Parallel zum Wald warfen sich einige Jungs einfach so mal in den vorhandenen Matsch. In der anderen Richtung - vom Küchenzelt den leichten Hügel hinab - fingen einige Mädchen an ihr Gleichgewicht zu trainieren.
Der völlig vermatschte Boden - Gras war schon bei der Ankunft dort nur zu erahnen gewesen - diente als Untergrund für die Sommereisbahn.

Die Schlange bildete sich direkt am Küchenzelt. Zwei bis drei Schritte Anlauf und dann mit den Händen das Gleichgewicht so halten das man unten auch stehend ankommt. - Das die Theorie. In der Praxis klappte dies auch recht ansehlich.

Gut es gab auch verschiedene Taktiken. Einige Kinder gingen recht schnell in die Hocke, andere ruderten lieber wild miit den Armen. Am Ende kamen alle irgendwie auf ihren Füßen unten an. Mit der Zeit wurde die Schlange immer länger, da immer mehr Kinder sich ausprobieren wollten. Mit mehr gleitenden Füßen wurde der Boden aber immer weniger hügelig. Und je glatter der Boden wurde, umso mehr rutschiger und gleitender wurde er.

Jetzt war es wirklich eine Herausforderung. Mehr und mehr versuchten die Kinder in allen möglichen Varianten ihre Balance zu behalten. Einige Kinder mussten dafür dann auch erstmalig in den Matsch greifen - aber richtig hingelegt hatte sich immer noch keiner.

Tatze hatte inzwischen in der Erwartung eines großen Matschplatschers angefangen mit seiner Kamera zu filmen. Am Ende hatte er sogar Erfolg. Engel der Edelsteine legte sich am Ende einer schwankenden Rutschpartie erfolgreich in den Matsch. Gleichzeitig war aber auch Tatzes Film zwangsweise zu Ende. Sein Objektiv war beim erfolgreichen Hinfallen mit Matsch mit bespritzt worden und musste erst einmal gereinigt werden.

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