Wasser kommt durchs Lager

Kinder erleben die Überschwemmung

Am Montag zum Nachmittag hin regnete es so stark, das wir die Workshops im Versammlungstipi besuchten. Dann nach ca. 20 Minuten kam Jormas ins Tipi und fragte uns, ob wir mithelfen wollen einen Bach umzuleiten.

Wildbach im Wald - Foto: NAJU BW / M. Bormuth

Wildbach im Wald - Wapiti geht in den Wald um das Rauschen zu ergründen und findet dort diesen Wildbach. Das Problem: Er will mitten durch unser Lager. - Foto: NAJU BW / M. Bormuth

Da ich gerade nichts zu tun hatte und es spannend klang, ging ich einfach mal mit. Ich zog meine dreckigen Wanderschuhe an und verließ das Tipi. Erst jetzt bemerkte ich wie viel es geregnet hatte.

Junge steht mitte im Wasser - Foto: NAJU BW Hier haben wir kurz zuvor noch Mittag gegessen. Der Durchgang beim Küchenzelt war auch schon sehr feucht. - Foto: NAJU BW

Vor dem Gepäckzelt und neben ihm stand die Wiese schon unter Wasser. Ich folgte Malila durch den Wald den Hügel hoch. Wir liefen neben einem Bach der immer breiter wurde. Als wir dann oben ankamen, war das Schauspiel famos. Auf den Weg, auf dem wir wir standen, kamen von der linken Seite drei Bäche von weiter oben.

Als Erstes bauten wir zwei Baudämme und verdichteten sie mit Lehm der zum Glück auf dem Weg zu finden war. Als die zwei Dämme endlich gestopft waren, gingen wir mal den Weg hinunter. Auf der Hälfte des Weges kam uns der Bauer entgegen.

Diesen hatten die Teamer gerufen, dass er bitte helfen würde die Erde weg zuschaufeln. Schnell sprangen wir zur Seite. Nachdem der Bauer endlich vorbei war, halfen wir Donoma einen Nebenfluss zum Hautfluss zu leiten. Dann liefen wir weiter hinunter. Unten war es schon eine sehr starke Strömung. Um das Versammlungszelt gruben wir dann noch Rinnen in den Boden.

Fluss durch Lagerplatz - Foto: NAJU BW / M. Bormuth Alle staunten über die Wassermengen in unserem Kanalsystem - Foto: NAJU BW / M. Bormuth

Das Wasser sollte so in die großen Rinnen laufen. Diese führten natürlich weg vom Lager. Da das Wasser die ganze Zeit noch stieg, mussten wir die Wände der Rinnen erhöhen und die Rinnen breiter bauen. Das war sehr matschig.

Langsam floss das Wasser aber in die Richtung, die wir ihm vorgegeben hatten. Am Ende waren wir alle sehr matschig. Irgendwann kam der Bauer. Er lobte uns das wir so viel geholfen hatten. Das war sehr nett.

(Blaue Libelle - Rauchwolke 2014)

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