Wir spielen Indianer-Internat

Wir "kopieren" eine Aktion

Die Lagergrenzenralley ist ein fester Bestandteil unserer Freizeit. Wir Teamer wechseln uns in der Planung durchaus auch ab. 2014 war Tatze mal wieder dran. Er plante hierbei die Internats-Station von seinen ersten Lagergrenzenralleys mal wieder ein. Doch dieses mal gab es keinen Chichilbaye - außerdem wollte er selbst die Station auch mal durchführen. Warum er dafür wohl die Kartoffelsäcke brauchte?

Nach vielen Jahren Pause wollte ich auch mal wieder die Lagergrenzenralley machen. Normal halte ich mich da ja gerne zurück, da ich am ersten Tag volles Programm habe und während der Ralley im Normalfall entweder Bilder oder andere Sachen wie Pläne mache. Da wir einige Dinge innerhalb der Freizeit verschieben und auf der anderen Seite ich neue Elemente einfach mal ausprobieren wollte, bot sich die Ralley regelrecht an.

Und so begann die Planung. Von vorneherein waren zwei Dinge gesetzt:

  • Die Geschichte der Medizinbeutel als gemeinsamer Start - Vorlesen durch Jormas
  • Die Indianer-Internate - diesmal wollte ich mal

Alles andere baute sich dann mit verschiedenen Thematiken ganz gut darum. Und weil die Internate wieder geplant waren, standen auf einmal beim Packen zur Verwunderung der Geschäftsstelle die Kartoffelsäcke bei unseren Sachen und warteten auf das Einpacken. Und das obwohl die Säcke angemeldet bzw. angefragt waren.

Alles eingepackt ging es los auf die Freizeit und im Gegensatz zu den bisherigen Auftritten von Chichilbaye sollte es in diesem Jahr sogar die Doppelbesetzung bei den Internaten geben. Wir sortierten uns nach den Dienstgruppen zu unseren Stationen. So zog ich also mit meiner Dienstgruppenkollegin Kiwidinok in Richtung Klo. Dort sollte das Internat seinen Sitz haben. Die Kartoffelsäcke in einer großen Kiste dabei ging es mit unserer Dienstgruppe los.

Ich hatte zwar im Vorfeld die Aktion Kiwidinok erklärt und auch was Chichilbaye daraus gezaubert haben musste, aber für uns beide war es richtiges Neuland. Wir mussten uns auch erst noch einfinden. Aber "Reverent Bob" und "Aunt Mary" hatten wenig Anlaufschwierigkeiten. Ohne groß auf die Uhr zu schauen spielten wir für bzw. vor allem mit den Kindern so das Theater wie es in den Internaten abgelaufen sein könnte. Immer wenn die nächste Gruppe von der Kochstation sich uns näherte kamen wir zum Ende.

Das die Kinder auch in diesem Jahr wieder sichtlich von der Aktion begeistert waren, zeigte sich in der abendlichen Redestabrunde im Versammlungszelt. Nur die Kartoffelsäcke führten zu leichter Kritik. Sie kratzten leicht. Aber das war ja auch in der Planung irgendwie gewollt. Die Indianerkinder fühlten sich in der plötzlich Auftretenden Kleidung der Weißen ja auch sichtlich unwohl.

Große Tatze

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