Alles Kuhstall oder was?

Freizeitplanung der Bruderhofjahre

Die Planung bei unseren Bruderhofjahren war immer so eine Sache. Aber irgendwann landeten wir am Ende immer im Kuhstall. Nicht mit Tieren - viele Jahre haben wir einfach in der gleichnamigen Gaststätte in Döggingen getagt und geplant.

Zu einer guten Freizeit gehört auch eine gute Planung. Dafür gibt es in jedem Jahr auch ausreichend Zeit dazu. Zwei Vortreffen sind vorgesehen. Eines in Stuttgart in der Geschäftsstelle mit dem Schwerpunkt Rahmenplanung und eines zur Programmplanung. Letzteres findet bei uns üblicherweise am Platz selbst statt.

Hatten wir in den ersten Jahren regelmäßig mit absoluter Zeitknappheit zu kämpfen, beschlossen wir schließlich auf eine zweitägige Veranstaltung mit Übernachtung am Bauernhof zu wechseln. Nicht jeder war damit zwar einverstanden und kam weiterhin eintägig, aber unter Zeitmangel litten wir seit dieser Mehrheitsentscheidung nicht mehr.

In den ersten Jahren trafen wir uns weiterhin mit Hilfe der bescheidenen Busverbindungen direkt am Platz – bzw. eigentlich fast schon an der Bushaltestelle. Mit Hilfe der Autofahrer pendelten wir dann nach Döggingen, wo wir mit das Abendessen mit der weiteren Planung kombinierten. Spät ging es dann wieder zurück zum Platz bzw. für die Drückeberger nach Hause. Nach einem gemütlichen Morgen klingt das Vortreffen dann am frühen bis späten Nachmittag aus.

Die Planung selbst ist seit vielen Jahren fest in der Hand der örtlichen Gastronomie. Das Wanderkiosk nahe unseres Platzes ist dabei für die Zwischenverpflegung eine der häufigsten Anlaufstellen. Aber auch die Planung ist nicht völlig frei von Pannen und Geschichten.

  • 2004 ging die Zeitplanung grundlegend schief. Wir entschieden uns der Einfachheit beide Freizeiten am gleichen Tag zu planen. Als Treffpunkt wählten wir dabei den Bahnhof in Döggingen. Da wir planten von dort aus durch die Schlucht zum Platz zu wandern, stellten auch die Autofahrer ihre Fahrzeuge dort ab. Nach einer gemütlichen Wanderung kamen wir schließlich an. Mit großem Schrecken stellten wir aber fest, dass um 14:00 Uhr der einzige Bus zurück nach oben fahren würde. Somit war klar: den mussten wir nehmen. - Die Planung wurde dann in einer Dögginger Gaststätte durchgeführt.
  • In unserem ersten Übernachtungsjahr wurde uns unsere Spontanität fast zum Verhängnis. Zum Zeitpunkt unseres Eintreffens war der "Kuhstall" nämlich gut gefüllt. Mit sichtbarem Zögern des Wirtes durfte sich unsere doch etwas größer geratene Gruppe schließlich an den Stammtisch setzen. An diesem Abend begann eine der schon als OxMox-Tradition zu bezeichneten Planungsabende der Bruderhoffreizeiten. Mit fleißiger Hilfe des guten Essens im Kuhstall und einiger Getränke planten wir an diesem Abend die Freizeit fast vollständig durch.
    In den Folgejahren begannen wir dann allerdings einen Tisch zu reservieren und hatten für unsere Freizeitplanung über viele Jahre den gleichen Tisch. Das Aufbauteam lässt den ersten Abend übrigens ebenfalls traditionell im Kuhstall ausklingen. Nur manchmal mussten wir ausweichen. Da ließ uns nämlich der Kuhstall wegen Betriebsferien im Stich.
  • Wir wollten planen, waren aber noch nicht komplett. Tatonka und Chichilbaye fehlten uns noch zu unserem Glück. Da sie aber auch nach etwas warten immer noch nicht kamen, begannen wie schon einmal ohne die beiden anzufangen.
    Es sollte auch noch eine ganze Weile dauern, bis die zwei schließlich am Platz ankamen. Auf der Fahrt nach Döggingen war ihnen nämlich auf der Autobahn das Benzin ausgegangen. Die nächste Tankstelle war dadurch auch nicht gerade in der Nähe. So schoben die beiden das Auto erst einmal ein gutes Stück bis zur nächsten Benzinquelle.
    Viele von uns hatten damals die alte Aralwerbung mit dem Ersatzkanister vor Augen.
  • Bei unserer ersten Übernachtung am Platz stand zufällig noch ein Tipi dort. Klar dass wir mit Einverständnis der Bäuerin unsere Zelte dann doch nicht aufbauten sondern im Tipi schliefen. Biertischganituren gab es dort auch noch. So ausgerüstet machte uns dann auch die noch leicht feuchte Wiese überhaupt nichts aus.
    Am Ende waren wir dann auch noch so guter Stimmung, dass wir bis spät in die Nacht musizierten und trommelten.
    Das örtliche Landratsamt reagierte im Zusammenhang mit ähnlichen Situationen bei der Earthlodge jedoch in diesem Jahr entsprechend und untersagte zukünftig lautes trommeln nach 1 Uhr nachts.
  • Am "Teamertag" nach der Übernachtung unternehmen wir oft noch etwas gemeinsam. 2008 wanderten wir dabei zur Burgmühle. Hierbei stolperten wir förmlich über eine Brücke. Über diese wollten wir mit den Kindern auf keinen Fall mehr laufen. Uns war sie sprichwörtlich zu baufällig geworden.
    Große Tatze machte einige Fotos davon und fragte im Anschluss hochoffiziell beim für den Weg zuständigen Schwarzwaldverein nach einer Reparatur der Brücke an. Bis zur Freizeit hatte er nicht nur eine freundliche Antwort sondern der Wanderweg auch einen Neubau der Brücke. Wir konnten zwar normal anreisen, waren uns aber jetzt nicht sicher, ob unser Brief den Neubau verursacht hatte oder der Baumstamm, der links und rechts der neuen Brücke durchgesägt neuerdings im Wasser lag.
  • Nachdem wir 2007 die abgebrochenen Tage mit dem Angebot eines Nachtreffens ausgeglichen hatten, wollten wir im Frühjahr 2008 das ganze für alle Indianer wiederholen. Leider gab es nicht genügend Anmeldungen. So musste das große Treffen leider ausfallen. Wir kombinierten dennoch den angedachten Termin mit unserem Planungswochenende am Platz.
    Beim Essen am Wanderkiosk trafen wir dann auf Mutiger Blitz und Helle Sonne mit Familie. Sie wohnten sowieso in der Nähe und wollten spontan noch zum Stammestreffen kommen. Da wir ohne Anmeldung aber auch nicht die Absage mitteilen konnten, wussten sie von dieser natürlich auch nichts. So hatten wir am Kiosk noch ein wenig Gesellschaft bevor wir schließlich aufbrachen.
  • Bei der Anreise zu einem Vortreffen passierte Tanzende Wolke ein kleines Missgeschick. Sie stieg in Freiburg in einen falschen Zug. Statt in Titisee weiter nach Neustadt zu fahren, ging es für sie weiter in Richtung Seebrugg. Erst mit einiger Verspätung kam sie an diesem Tag erst in Döggingen an. Selbstverständlich wurde sie dort dann noch von uns abgeholt.
  • 2010 verlegten wir auf Wunsch von Taborri (Allergien) das Vortreffen an den Bodensee. Aus schulischen Gründen konnte sie dann allerdings doch nicht teilnehmen. Das Vortreffen fand dennoch in diesem Jahr auf dem Campingplatz in Hegne statt.
    Ohne Kuhstall waren wir am Ende aber nur halb so fleißig und mussten einiges auf der Freizeit noch hin und her schieben bis es passte.
    Einen Teamertag hatten wir aber dennoch angehängt. Zur Entlastung von Calfuray waren wir zusammen im Hegau nach Steinen für unsere Schwitzhütte schauen und im Anschluss noch bei ihr zu Hause.
  • 2012 trafen wir uns nach Terminkomplikationen schließlich über das Pfingstwochenende. Entgegen aller bisherigen Vortreffen wurde das gemütliche Essen im Kuhstall in diesem Jahr nicht für die komplette Planung genutzt. Es wurde eher ein Teamabend, da der Hauptplanungstag auf den Samstag gelegt wurde.
    Tatze hatte jedoch am Abend im Kuhstall Hunger, so dass er unter lustigen Kommentaren von Jormas nach einem üblichen Rösti noch einen strammen Max aß.
    Abgerundet wurde das Vortreffen in diesem Jahr durch eine private Verlängerung von Jormas, Lacht mit dem Regen (extra dazu gekommen) und Große Tatze. Calfuray wollte zwar auch ursprünglich noch eine Nacht länger bleiben, fuhr aber am Ende doch noch nach Hause. Ihr ging es nicht mehr ganz so gut. Die drei übrigen Indianer sind dann am Pfingstsonntag durch die Wutachschlucht gelaufen, stellten aber fest: Es war definitiv zu voll.
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Mit der NAJU auf Schleichpfaden
Übersicht Indianerlager Äckerhof - Foto: NAJU BW / L. Praetorius

OxMox-Freizeit

Unsere Freizeit findet in der Nähe von St. Roman im Schwarzwald statt.
Über 9 Tage erleben wir mit unseren 8 bis 12jährigen Teilnehmer*innen vielfältige Erlebnisse rund um das Thema Indianer.

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